VSC Baskets Donauwörth: TSV Schwandorf 75:74 (35:42)

Einen besonders bitteren Abend mussten die Spieler und Anhänger der VSC Baskets Donauwörth am Samstag hinnehmen. Gegen routinierte Gegner aus Schwandorf verloren die Baskets auf eine furiose Art & Weise mit einem Zähler.

 

Donauwörth kommt besser ins Spiel. Vor allem durch einen hohen Druck auf die Aufbauspieler der Gegner konnten viele Ballgewinne zu Gunsten der Baskets erzielt werden.

Leider schlichen sich aber bereits von Anfang an viele Fehler und große Abschlussschwierigkeiten in das Offensivspiel der Baskets. So wurde eine höhere Führung verpasst & es ging mit einem Spielstand von 23:18 in den zweiten Spielabschnitt. Dort zogen die Baskets durch zwei Dreipunktewürfe von Nico Pinkernell erst auf zehn Punkte weg (30:20, 12. Minute). Doch dann war der Korb der Heimmannschaft wie verschlossen. Im Donauwörther Spiel waren viele Fehlwürfe, vor allem von der Dreipunktelinie, sowie eine Menge an Ballverlusten die Hauptprobleme. Sechs Minuten ohne eigenen Korb & dabei 17 zugelassene Punkte des Gegners waren die Folge und führten zu einem Rückstand zur Halbzeit (35:42).

Die Devise für die zweite Hälfte war klar: den Rückstand so schnell wie möglich aufholen und die Chancen in der Offensive besser und konzentrierter nutzen. Dies gelang im dritten Spielabschnitt nur mäßig. Die Baskets verpassten es, den Rückstand wirklich zu verringern, Schwandorf konnte sich allerdings auch nicht absetzen. Mit einem sechs-Punkte-Rückstand ging es ins Schlussviertel. Hier zeigten die Baskets den nötigen Willen, das Spiel gewinnen zu wollen. Viele entschlossene Korbaktionen konnten nur durch ein Foulspiel gestoppt werden, was zu vielen Freiwürfen der Bären führte. Die Baskets kämpften sich Punkt für Punkt heran. Allgemein war zu spüren, dass in diesem Spiel noch alles drin war.

In der Schlussphase bahnte sich dann ein absoluter Basketball-Krimi an. Zuerst sorgte ein Dreier von Neuzugang Johannes Gölkel für den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Nik Scheuerer die Führung für die VSC Baskets erzielte (69:67, 38. Minute). Es war nun ein absolut offenes Spiel. Sowohl Schwandorf als auch Donauwörth konnten jeweils noch zweimal punkten. Als Nik Scheuerer 16 Sekunden vor Ende der Partie einen Freiwurf aufgrund eines technischen Fouls gegen den Trainer der Gäste versenkte, führten die Baskets mit zwei Punkten (74:72, 40. Minute).

Was dann passierte, wird den meisten Beteiligten wohl lange im Kopf bleiben. Nach einem gut gelaufenen Spielzug versenkte der gegnerische Spieler Butkus einen eigentlich gut verteidigten Dreipunktewurf aus 1,5 Metern hinter der Dreipunktelinie zur 75:74 Führung für die Gäste. In den verbliebenen fünf Sekunden konnte kein guter Wurf mehr herausgespielt werden, was zu der wohl bittersten Niederlage des jungen Aufsteigerteams jemals führte. Trainer Kobusch sagt nach dem Spiel: „Die letzte Aktion war sehr sehr bitter für alle Beteiligten. Bitterer geht es kaum. Trotzdem müssen wir uns eingestehen, dass die Fehler vor allem im Korbabschluss der Hauptgrund für die Niederlage sind. Daran werden wir arbeiten müssen. Wir haben uns deshalb das Spiel selbst schwerer gemacht, als es hätte sein müssen.“

Eine schöne, aufbauende Geste gab es nach dem Spiel trotzdem. Während Lars Kobusch ein paar Worte an seine Mannschaft richtete, zeigte die vielen Zuschauer im Stauferpark ihre Anerkennung für den großen Kampf durch langen, aufbauenden Applaus. Trotz der bitteren Niederlage heißt es jetzt, sich auf die nächste Woche zu konzentrieren. Denn am Samstag (19:30 Uhr) steht bereits das nächste Heimspiel für die Baskets gegen die bislang sieglosen Regensburg Baskets an.

 

Für den VSC spielten: Korn (14), Pinkernell (8), Seliger (6), Erlbek, Groß (11), Lawson, Stampfer (7), Lechner, Krippner (2), Gölkel (9), Stippler & Scheuerer (18)