Baskets gewinnen nach furioser Aufholjagd in Schwandorf

Der VSC Donauwörth hat am vergangenen Samstag nach einer unglaublichen Aufholjagd mit 81:84 in Schwandorf gewonnen. Nachdem sie zur Halbzeit mit 18 Punkten zurücklagen, spielten die Bären die beste Halbzeit der Saison und konnten sich gegen den Tabellennachbarn durchsetzen.

Dabei begann das Auswärtsspiel denkbar schlecht. Trainer Benni Vogel konnte nur auf einen Kader von sieben Personen zugreifen. Immerhin waren Konsti Krippner und Cono Cirone zurückgekehrt. Aber auch der TSV Schwandorf hatte nur zwei Auswechselspieler. Die Partie begann recht ausgeglichen. Sowohl die Bären als auch die Gastgeben kamen offensiv gut ins Spiel, während die Defensive auf beiden Seiten nicht optimal stand. Erst am an Ende des Viertels hatte der VSC eine kleine Schwächephase und mussten einen 22:14 Rückstand zur Pause hinnehmen. Die richtigen Probleme kamen im zweiten Abschnitt. Die Bären waren in der Verteidigung überhaupt nicht in Normalform. Schwandorf fand immer den freien Werfer, weil Donauwörth immer einen Schritt zu langsam war. Auch eine Umstellung der Verteidigung half dabei nichts, da Schwandorf zudem auch eine ungewöhnlich hohe Trefferquote hatte. Immerhin konnten die Bären in der Offensive 23 Punkte erzielt. Allerdings war der Halbzeitstand mit 55:37 sehr deutlich. Benni Vogel fand in der Ansprache deutliche Worte für seine Mannschaft: „Wir haben jetzt schon zweimal hintereinander deutlich verloren und auch heute zeigen wir keinen Kampf, dass wir hier unbedingt gewinnen wollen. Bitte wacht endlich auf und spielt Basketball, wir können das deutlich besser als in der ersten Halbzeit.“

Genau diese setzten die Bären ab der ersten Minute der zweiten Hälfte um. Defensiv stand sie wieder sehr gut. Vor allem die jungen Center um Stippler, Stampfer und Krippner ließen kaum mehr Punkte zu und holten wichtige Rebounds. Mit diesem Rückhalt in der Verteidigung konnte Donauwörth Punkt um Punkt aufholen. Angeführt von einem gut aufgelegten Niklas Scheuerer konnten sie am Ende des dritten Viertels auf sieben Punkte herankommen (68:61). Auch im letzten Abschnitt brachten die Mannschaft viel Leidenschaft aufs Spielfeld und konnten den Rückstand immer weiter verkürzen. Cono Cirone war es dann, der zwei Minuten vor dem Ende den Bären die erste Führung des Spiels brachte (81:82). Die letzten zwei Angriffe der Gastgeber konnten die Bären grundsolide verteidigen. Daraufhin konnte Schwandorf nur noch foulen, was zum letztendlichen Ergebnis von 81:84 führte. Den leidenschaftlichen Einsatz, den das komplette Team in der zweiten Halbzeit an den Tag legte, hat sich gelohnt. In der Vereins-Geschichte war dies das größte Comeback aller Zeiten. Noch nie hat es ein Donauwörther Team geschafft von einem Rückstand mit mehr als 15 Zähler zur Halbzeit zurückzukommen und zu gewinnen. Trainer Benni Vogel nach dem Spiel: „Das war mit das Beste, was ich in einer zweiten Halbzeit gesehen haben. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“ Mit dem Sieg zieht der VSC in der Tabelle an Schwandorf vorbei und belegt den achten Tabellenplatz. Nächste Woche spielen die Bären zuhause gegen Heroldsberg.
Für den VSC spielten: Cirone (12 Punkte), Korn (18, 2 Dreier), Krippner, Lechner (6), Scheuerer (32, 5), Stampfer (14), Stippler (2)