Ein Basketballspektakel bot sich am vergangenen Samstag im Donauwörther Stauferpark. Im Spitzenspiel gegen Ingolstadt gewannen die VSC Basketballer ein an Spannung nicht zu übertreffendes Spiel mit 76:70.

Ab der ersten Sekunde war zu spüren, um was es in diesem Spiel geht. Die ca. 280 Zuschauer wurden spektakulär begrüßt, als David West nach einem Ballgewinn nach 2 Minuten mit einem Slam Dunk vollendete. Es bot sich ein Spiel auf Augenhöhe. Keine der Mannschaften führte die gesamte Partie über mit mehr als sieben Zählern. Die Baskets punkteten vor allem durch Schnellangriffe, welche durch gute Rebound – und Verteidiungsarbeit eingeleitet wurden. Früh zeigte sich, dass der Zug zum Korb oft die bessere Entscheidung war, als den Distanzwurf zu versuchen. Aufgrund der aggressiven Spielweise der Bären hatte Ingolstadt früh mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen. Der erste Abschnitt endete dennoch 18:20 aus Donauwörther Sicht.
Die Schanzer, welche teilweise sehr von ihrem Topscorrer Marco Winterer abhängig waren, schafften es im zweiten Spielabschnitt nicht oft, eine gute Lösung in der Offensive zu finden. Vor allem weil der angesprochene Winterer mit David West seinen Meister fand. Dieser hielt den Topscrorrer der Bezirksoberliga (25 Punkte pro Spiel) bei mageren 9 Zählern im Spiel. Die schlechten Entscheidungen der Schanzer wurden in dieser Phase perfekt in VSC Zähler umgewandelt. Durch Dreipunktewürfe von Jakob Groß und Nik Scheuerer gingen die Baskets mit einer 41:37 Führung in die Halbzeitpause.

Trainer Vogel motiviert sein Team in der Halbzeitansprache weiter und betont, dass dieses Spiel nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewonnen werden kann. Dies bestätigte ihm dann das Team auch in Perfektion. Jeder eingesetzte VSC Akteur hatte seinen Anteil am Erfolg und punktete. Die Baskets überzeugte weiter durch den guten Zug zum Korb. Ingolstadt wusste dies oft nur mit Fouls zu stoppen, was zu Freiwürfen für die Baskets führte. 46 mal gingen die Donauwörther an diesem Abend an die Freiwurflinie. Wenn die Quote von hier nicht nur bei gut 50% gelegen wäre, hätte man so das Spiel wesentlich früher entscheiden können. So schafften es die Bären leider nicht den Vorsprung zu erhöhen. Mit 62:57 wurde die Führung trotzdem ausgebaut.
Im letzten Spielabschnitt wurden die Baskets für die magere Freiwurfquote bestraft. Weil der VSC es verpasste, sich abzusetzen schlichen sich die Schanzer Punkt für Punkt heran und starteten einen Lauf. Als ihnen zwischenzeitlich sogar noch einmal die Führung gelang (69:70, 38. Minute) drohte das Spiel völlig zu kippen. Was dann passierte war purer Wille und Ehrgeiz. Zuerst war es Florian Erdle, welcher mit einem Korbleger plus Foulspiel die Führung zurück holte. Nach zwei guten Verteidigungen in der Schlussminute bewies dann Daniel Seliger Nervenstärke von der Freiwurflinie und erhöhte die Führung auf drei Punkte, ehe wiederum Florian Erdle durch einen weiteren Korbleger das Spiel entschied. Das Spiel endete 76:70
Die Freude im vollen Stauferpark war riesig. Durch den mittlweile 8. Sieg in Folge erobern die Baskets den 2. Tabellenplatz. „Mein Team hat heute den abosoluten Kampfgeist gezeigt. Das Spiel mit einem 7:0 Lauf in den letzten beiden Minuten zu beenden ist herausragend. Wir wollten diesen Erfolg unbedingt und haben am Ende verdient gewonnen!“ sagt Trainer Vogel stolz.

Ausruhen dürfen sich die Baskets allerdings jetzt keineswegs. Denn um weiter Druck auf den aktuellen Tabellenführer DJK Kaufbeuren zu machen, muss in der nächsten Woche in Gersthofen ein weiterer Sieg folgen.
Für die VSC Baskets spielten: Vogel, Lechner (4), Cirone (8), West (24, 4 Dreier), Groß (3, 1), Kainhofer (2), Seliger (11), Krippner, Ullrich, Korn (5), Erdle (9) und Scheuerer (10, 2)